Kachelofeneffekt durch Wandheizung
Unter Kennern gilt die Wandheizung als Krönung des Heizkomforts, im Gegensatz zu den üblichen Heizkörpern. Die Wandheizung erinnert an die heimelige - und gesundheitlich überlegene - Wirkung des alten Kachelofens. Wie dieser funktioniert die Wandheizung nach dem Prinzip der Strahlungswärme - im Gegensatz zur Konvektionswärme der Heizkörper.
[Heizschlange auf der Lehmwand, vor Anbringung des Lehmunterputzes]
In einer Lehmwand ist die Wandheizung besonders günstig unterzubringen, und sie entfaltet auch ihre Wirkung in der Lehmwand am besten. Ähnlich der Fußbodenheizung werden Heizschlangen auf die Lehmwand gebracht und mit Lehmputz einfach überputzt; anschließend wird der Lehmfeinputz aufgetragen. Statt fein zu verputzen kann auch gefliest werden, zum Beispiel in der Dusche. Durch die Wandheizung sparen Sie Platz, wo sonst Heizkörper stehen, und Energie sparen Sie obendrein.
Einen ersten Einblick in das Thema vermittelt der ganz ordentliche Eintrag in der Wikipedia. Geduldige Leser mit starken Nerven finden darüber hinaus bei Konrad Fischer eine Fülle von - leider wenig geordneten - Informationen. Lesen Sie diese mit langen Armen, im Prinzip hat dieser aufgeregte Kämpfer schon recht; im einzelnen muss man ihm nicht alles abnehmen. Und wer das ganze physikalisch genauer begreifen möchte, findet es wissenschaftlich erläutert bei Prof. Dr. Claus Meier: Die Vorzüge der Strahlungswärme. Man muss zwischen Thermodynamik (Heizkörper) und Quantenmechanik (Wandheizung) unterscheiden. Die beiden Methoden darf man redlicherweise nicht gegeneinander ausspielen, aber ihre messbaren und fühlbaren Ergebnisse kann man vergleichen. Am besten entscheidet sich der Bauherr aus eigener Anschauung, etw nach einem Skiurlaub in einem Tiroler Bauernhaus, das noch auf die herkömmliche Art geheizt wird - die nun wieder zeitgemäß geworden ist.